Verwendung von Curcuma und Curcumin für Hund und Katze

Wir kennen Curcuma als gelbes Gewürz, das z.B. in Currymischungen verwendet wird. Außerdem wird Curcuma seit Jahrhunderten als natürlicher Farbstoff verwendet, heute wird es unter Kurkumin E100 immer noch als unbedenklicher Farbstoff Lebensmitteln zugesetzt. Es wird aus den Wurzeln der Curcuma Pflanze hergestellt, indem die Wurzeln, wenn sie groß genug sind, ausgegraben, gewaschen, in der Sonne getrocknet und dann nach dem Trocken- und Reinigungsprozess im Mörser zu Pulver verarbeitet werden. Da Curcuma-Pflanzen viel Sonne benötigt, sind die Haupt-Anbaugebiete China, Indien, Thailand, Sri Lanka, aber auch z.B. Iran. In Deutschland könnte man Curcuma nur im Gewächshaus anbauen, allerdings erhält man im Bioladen oder Supermarkt zum Teil auch frische Wurzeln, die man in der Küche weiterverarbeiten kann. Das Curcuma Gewürz-Pulver erhält man heutzutage in fast jedem Supermarkt, allerdings ist zu berücksichtigen, dass man das Extrakt von Curcuma, das Curcumin, nicht im Supermarkt bekommen kann. Es ist wesentlich teurer als Curcuma, aber auch wesentlich wirksamer. Da Curcuma nur fettlöslich ist, sollte dem Verzehr der Wurzeln, des Gewürzes oder des Curcuma-Extrakts Curcumin immer Fett beigefügt werden.

Verwendung für die Gesundheit

Während der regelmäßige Gebrauch von Kurkuma für Hunde ein wenig ungewöhnlich erscheint, sind die gesundheitlichen Vorteile, die dieses Gewürz mit sich bringt, sehr hoch. Es gibt eine Reihe von natürlichen Kräutern, Mineralien und Gewürzen, die oft nicht als normal für Haustiere angesehen werden, aber viele natürliche Vorteile bieten, für Hunde und Katzen genauso wie für Menschen. Zum Beispiel hat die Pflanze Kurkuma eine natürliche entzündungshemmende Wirkung, die bei Hunden, die an Gelenkentzündung leiden, genauso wirksam sein kann wie für Menschen, die an Rheuma, Gicht, Arthrose oder anderen Entzündungen der Gelenke oder Weichteile leiden. Bei Katzen, die an leichter Diabetes leiden, kann Kurkumin zum Ersatz für das Insulin werden, in schweren Fällen kann es für eine Reduzierung der Insulin-Dosis sorgen. Auch für Gedächtnis- und Orientierungsprobleme älterer Hunde und Katzen kann Kurkuma alias indischer Safran bei regelmäßigem Verzehr Besserung bringen.

Curcuma Curcumin Anwendung Nebenwirkung Pulver fettlöslich

Curcuma wirkt in verschiedenen Bereichen und gegen verschiedene Krankheiten:

    • antibakteriell – gegen Bakterien
    • antifungal – gegen Pilze
    • antiviral – bekämpft Viren
    • antientzündlich – gegen Entzündungen
    • wundheilend – Wundheilung fördernd
    • gegen Tumore – Mammatumoren, Karzinome, Sarkome, Basaliome, Milztumore etc.
    • Pankreatitis – Leberkrankheiten
    • Neurologische Störungen – Demenz und Orientierungslosigkeit

Unterschied Curcuma, Curcumin und Curcuminoide

Der wesentliche wirksame Inhaltsstoff ist Curcumin, der in inzwischen über 6.000 wissenschaftlichen Studien erforscht wurde. Das Kurkuma-Pulver, das man in einem Gewürzhandel oder auch Supermarkt kaufen kann, enthält je nach Qualität ca. 3-5 % Curcumin, Curcumin-Extrakte enthalten in der Regel 95% Curcuminoide. Das Kurkumaextrakt wird mittels alkoholischer Extraktion aus der Kurkumawurzel isoliert. Das Extrakt – in der Regel kurz als Curcumin bezeichnet – enthält neben Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß und Kohlenhydraten  ca. 77% Curcumin, 17% Demethoxycurcumin und 3% Bisdemethoxycurcumin. Diese drei Curcuminoide werden zusammenfassend Curcumin genannt. Etwa 2/3 der Studien, die Curcuma erforschen, sind mit Curcumin durchgeführt worden, nur 1/3 wurde mit Curcuma ausgeführt. Ob das Kurkuma als ganzes oder auch nur das Kurkumin isoliert den gesundheitlichen Nutzen bringt, ist dadurch noch nicht hinlänglich erforscht, sicherheitshalber wird empfohlen, sowohl Curcuma als auch die extrahierten Curcuminoide zu sich zu nehmen. Denn neben Curcumin enthält Curcuma eben auch noch Demethoxycurcumin, das ebenfalls wissenschaftlich erforscht wird, sowie ätherische Öle, Mineralstoffe und Vitamine, die wertvoll für den Organismus sind. Für Menschen werden auch Produkte angeboten, die mizelliert oder polarisiert sind, allerdings haben diese Präparate meist auch – für Tiere schädliche – konservierende oder emulgierende Zusatzstoffe und die Wirkung und Eignung ist nicht so gut erforscht wie die Wirksamkeit von Curcuma und Curcumin. Bekannt ist, dass Emulgatoren wie z.B. Polysorbat-80 in der Ernährung der Tiere unbedingt vermieden werden sollen.

Wissenswert zur Fütterung:

So gut sich dies alles anhört, gibt es noch Schwierigkeiten zu überwinden:

Curcumin
– wird von allen Organismen schlecht aufgenommen
– kann daher schnell wieder aus dem Körper ausgeschieden werden, ohne volle Wirksamkeit zu erreichen

Mit anderen Worten: Curcumin wird nicht leicht in das Blut Ihres Haustieres absorbiert. Und deshalb geht bei falscher Verwendung der Wirkstoff einfach durch den Körper und wird wieder ausgeschieden. In diesem Fall haben Curcuma und Curcumin keine Zeit, die Wirkung zu entfalten, der gesundheitliche Effekt ist fast null.

Um die Aufnahme zu steigern ist es wichtig:
– Curcuma und Curcumin mit schwarzem Pfeffer oder schwarzem Pfeffer Extrakt Piperin zu verabreichen
– Curcuma und Curcumin zur Fütterung mit Fett (meist reicht das im Futter enthaltene Fett schon!) zu geben

Piperin ist die Lösung, um die Aufnahme zu steigern!

Piperin steigert laut Studien die Aufnahme von Curcuma in das Blut um das 200-fache. Geben Sie Curcuma nie auf nüchternen Magen, die Bitterstoffe können Magen-Irritationen oder Schleimhautentzündungen verursachen. Auch der schwarze Pfeffer, der die Aufnahme von Curcuma und Kurkumin steigern soll, kann evtl. unverträglich sein. Daher ist Piperin, ein Extrakt aus Pfeffer, eine gute Lösung, die wesentlich verträglicher ist und selten zu Symptomen führt. Zu berücksichtigen ist, dass Piperin generell als Wirkstoffverstärker gilt und damit auch die Wirksamkeit anderer Stoffe, unter anderem Medikamente, erhöhen kann.

Wie gebe ich meinem Tier denn nun Curcuma?

Das sind eine ganze Menge Umstände, die bei der Gabe von Curcuma zu berücksichtigen sind. Eine einfache Anwendung und Dosierung bietet Curcuma und Curcumin in Kapselform, fertig kombiniert mit Piperin. Dabei sollte man auf ein sinnvolles Verhältnis aller Zutaten achten und überflüssige Stoffe vermeiden: Etwa 50% Curcuma-Pulver, 50% Curcumin-Extrakt (oder etwas weniger Curcumin) und dazu etwas Piperin. Vermeiden Sie Füllmittel, Emulgatoren, Farbstoffe oder andere produktionsbedingte Zusätze. Konservierungsmittel benötigt Curcuma ebenfalls nicht, da das Gewürz nach der Produktion und bei trockener Lagerung etwa 2-3 Jahre lang haltbar ist. Die Kapselhülle sollte am besten pflanzlich sein, denn Gelatine-Kapseln können Allergien fördern. Gebräuchlich und auch für Menschen geeignet, ist Hydroxypropylmethylcellulose. Das hört sich sehr chemisch an, ist aber die fachliche Bezeichnung für die rein pflanzliche Zellulose, aus der Kapseln hergestellt werden können.

Curcuma Kapseln für Hunde kaufen

Bitte geben Sie Ihrem Haustier keine Kapseln, die für Menschen gedacht sind. Diese sind auf ein Gewicht von 75 kg und mehr ausgelegt und damit ist die Dosis für Ihren Hund und erst recht für Ihre Katze viel zu hoch. Auch setzen viele Hersteller auf das Motto „viel hilft viel“ oder „wenn ich mehr biete als die Konkurrenz, wird mein Produkt gekauft“ und versuchen, extra viel Wirkstoff in die Kapseln zu bringen. Curcuma und Curcumin können zwar eigentlich nicht überdosiert werden, aber es können durch große Mengen eben doch Irritationen im Verdauungstrakt bis hin zu Magenschleimhautentzündungen auftreten. Unsere Dosierungs-Empfehlung für Curcuma für Hunde und Katzen finden Sie in den Dosierungstabellen.

Sinnvoll dosiert sind Vitalpfoten Curcuma-Kapseln mit Curcumin und Piperin

Curcuma Kapseln Empfehlung für Hunde