Kurkuma und Kurkumin für Pferde

Pferde haben ganz schön zu tragen, nicht nur als Arbeitspferd, Rennpferd, Springpferd oder anderes Pferdesportpferd sondern auch als einfaches Pferd zum Ausreiten. Körperbau und Körpermasse sind darauf ausgelegt, schwere Lasten zu tragen. Gerade die Gelenke der Pferdebeine tragen viel Gewicht. Überlastungen, Infekte oder Alterserscheinungen führen an diesen Schwachstellen zu kleinen inneren Verletzungen, Wunden, chronischen Entzündungen, Mauke, Ablagerungen oder einfach nur Ermüdungen .

Wie hilft Kurkuma oder Curcumin Pferden?

Kurkumin ist das Extrakt aus dem Gewürz Kurkuma, das uns allen aus Currymischungen bekannt ist, wenn auch häufig nicht namentlich. Das Extrakt Curcumin wurde in der Vergangenheit durch nahezu 10.000 Studien erforscht und wird aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse häufig als alternatives Heilmittel bei Menschen und Tieren angewendet. Curcumin ist laut Studien in der Lage eine Vielzahl von Vorgängen im Organismus positiv zu beeinflussen. So hat die Heilpflanze, die auch in der Ayurveda Anwendung findet, eine ausgeprägte Auswirkung auf Magen und Verdauungstrakt sowie die Verdauung insgesamt. Das Tiergewürz wird in der Nahrungsergänzung aber auch gern verwendet, um chronische Entzündungen und Entzündungsvorgänge auszukurieren und das erneute Aufflammen von Entzündungen zu verhindern. Die Futterergänzung mit Kurkuma ist also sowohl für die vorbeugende Anwendung als auch die heilende Therapie geeignet. Pferdebesitzer setzen auf die Erfahrung der indischen und traditionellen chinesischen Medizin, in der Kurkuma häufig und bei allen Lebewesen verwendet wird.

Wirkung von Kurkuma und Kurkumaextrakt

Kurkuma-Extrakt wirkt entzündungshemmend, abschwellend auf die Gelenke, beschleunigt die Wundheilung, wirkt antibakteriell und antiviral, so dass auch z.B. Infektionen oder Parasitenbefall mit Curcuma-Extrakt behandelt werden können. Das Pulver hat zwar nicht den Ruf ein Jungbrunnen zu sein wie z.B. OPC, allerdings kann es durch seine antioxidative Wirkung helfen, Alterserscheinungen zu mindern, verzögern oder sogar verschwinden zu lassen. Regelmäßig zusätzlich unter das Futter gemischt, kann das Extrakt aus der Wunderknolle schon in jungen Jahren vorbeugend helfen, kleine Beschwerden zu verhindern und ernste Erkrankungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Studien an Menschen haben ergeben, dass Curcumin z.B. ebenso effektiv ist wie das Schmerzmittel Diclofenac. Dabei kann Curcumin langfristig ohne Nebenwirkungen eingesetzt werden, während die synthetischen Analgetika nicht nebenwirkungsfrei sind und langfristig angewendet erheblichen Schaden anrichten können. Bei älteren, bereits mit täglichen Schmerzen belasteten Tieren, kann mit Curcumin der Schmerz reduziert wenn nicht sogar komplett genommen werden. Die typischen Anwendungsgebiete von Diclofenac sind Gelenkschmerzen und -entzündungen, die z.B. durch Rheuma oder Arthrose hervorgerufen werden. Gerade auf diesem Gebiet wird Curcuma schon lange in der ayurvedischen Heilkunde eingesetzt.

Kurkumawurzel bei Koliken

So hat das Extrakt aus der Curcuma-Wurzel die Eigenschaft, auf Zellen positiv zu wirken und kann sogar gute von „schlechten“ Zellen unterscheiden, was Hoffnung auf eine erfolgreiche Therapie gegen bösartige Zellen wie Krebs gibt. Die Curcuma longa Pflanze, die aus der Familie der Ingwer-Gewächse stammt, wird ebenso wie der Ingwer selbst bei Pferden gerne bei Magenbeschwerden und Koliken eingesetzt. Sogar äußerlich angewendet, geniesst die zu Pulver oder Extrakt verarbeitete Kurkuma-Pflanzen-Wurzel den Ruf, die Wundheilung zu fördern. Durch die antibakterielle, abschwellende, adstringierende und wundheilende Wirkung können Umschläge mit Curcuma Paste direkt auf Verletzungen angewendet werden. Leider färbt der unter E100 bekannte Farbstoff stark und dauerhaft, so dass man in diesem Fall vielleicht doch lieber auf andere pflanzliche Stoffe zurückgreift und bei der innerlichen Anwendung bleibt.

Die Anwendung von Kurkuma und Kurkumin bei Pferden

Längst ist man von der goldenen Paste oder goldenen Milch weg und auf dem Weg zu modernerer Anwendung, die vielfach im Labor erforscht wurde und auch noch aktiv wird. Selbstverständlich kocht kein Labormitarbeiter nach Rezept eine goldene Substanz, um sie Mäusen, Ratten oder anderen Tieren zu verabreichen. Führt man sich vor Augen, dass die wirksamen Curcuminoide nur zu einem Bruchteil in der Kurkumapflanze vorkommen, wird klar, dass man auch durch Kochen mit anderen Zutaten aus Curcumapulver keine Wirkung herauskitzeln kann, die über die Eigenschaften eines Wellnessproduktes hinausgehen. Man kann allerdings noch weitere Fehler in der Verabreichung von Curcuma und Curcumin machen und wird dann von der Wirkung bzw. dem ausbleibenden positiven Effekt der Futterergänzung enttäuscht sein.
Häufige Fehler sind:

  • Kurkuma und Kurkumin ohne Öl oder Fett verfüttern
  • nur Kurkuma ohne Kurkumin verfüttern
  • Weglassen eines Aufnahmeverstärkers – Bioenhancers – der die Aufnahme im Blut sicherstellt, wie z.B. Piperin / schwarzer Pfeffer
  • minderwertige Qualität verwenden – leider werden häufig aus Kostengründen Mischungen verwendet, die von zweifelhafter Qualität und Zusammensetzung sind. Auch aus China werden – deutsch deklarierte – Produkte eimerweise auf den Markt geschwemmt, die mehr schaden als helfen.

Wie dosiert man Kurkumin bei Pony, Esel oder Pferd?

Leider kann man bei der Dosierung des Gelbwurzes einiges falsch machen. Da sich die Berechnung der Dosis und damit die Wirksamkeit immer auf das Gewicht des Körpers bezieht, muss gerade bei Huftieren mit einer Masse von 350 bis zu 1.000 kg eine hohe wirksame Menge verfüttert werden. Die allgemeine Empfehlung für den Menschen liegt bei etwa 1,5 g Curcuma mit Curcumin (Verhältnis etwa 3 zu 1) pro Tag. Der durchschnittliche Mensch wiegt 75 kg, also etwa 5 bis 15 Mal weniger als das Ross. Entsprechend muss die Dosierung 5 bis 15 Mal höher sein als beim Menschen. Sie können nun also z.B. Curcuma Kapseln für Menschen kaufen und mit folgender Formel die Dosis für Ihr Pferd ausrechnen:

Gewicht des Pferdes / 75 kg * 1 Kapseln Tagesdosis =
Anzahl der täglich zu verfütternden Kapseln

Wenn Ihr Pferd 500 kg wiegt, wären es also 500/75×1 = 7 Kapseln pro Tag.
Bei einem Gewicht von 750 kg, sind es 750/75×1 = 10 Kapseln pro Tag.

Wichtig ist, dass die Kapseln keinerlei Zusatzstoffe enthalten und – wie bereits oben erklärt – sowohl Curcuma als auch Curcumin enthalten. Mit dem reinen Curcuma Gewürz kommen Sie aufgrund des geringen Curcumin-Gehaltes nicht weit in der Therapie der Beweglichkeit und Schmerzreduzierung.
Geben Sie ihrem Pferd das Curcuma nur als Prophylaxe, können Sie die Dosis halbieren. Bei akuter Erkrankung sollten Sie Aber die o.g. Dosierung unbedingt mindestens einhalten.

Das Verfüttern von Kurkuma Kapseln hat einige Nachteile:

Bei 7 – 13 Kapseln pro Tag nimmt Ihr Tier sehr viele Kapseln zu sich, was von der Verdauung her kein Problem sein dürfte. Allerdings ist viel Wasser nötig, um die – heutzutage in der Regel – Cellulosekapseln aufzulösen. Ihr Tier benötigt also Fett für die Löslichkeit des Kurkumas / Kurkumins und viel Wasser zusätzlich für das Auflösen der Kapseln.

Der zweite Nachteil liegt auf der Hand, wenn Sie sich jetzt gerade ausgerechnet haben, wie viele Kapseln Sie pro Tag benötigen und wie viele Dosen Sie nun für die nächsten Wochen kaufen müssen: Der Preis!

Man rechnet mit etwa 3 Wochen bis die Wirkung der Curcuminoide eintritt. Curcumin ist kein ad hoc Schmerzmittel sondern ein natürliches alternatives Mittel, das langsam die Wirkung entfaltet. Dafür ist es unbedenklich und über lange Zeit anwendbar und kann über Jahre verfüttert werden ohne Nebenwirkungen zu haben.

Wenn Sie also einen Versuch starten wollen, Ihr Pferd mit Kurkuma zu behandeln, sollten Sie einen Mindestzeitraum von 3, besser 4 Wochen einplanen. Dann sollte eine Wirkung in besserer Beweglichkeit, Reduzierung der Schmerzen und Rückgang von Schwellungen oder Wassereinlagerungen offensichtlich werden. Vorher sollten Sie Geduld haben und warten bis sich der Wirkstoff von Kurkuma im Organismus verteilt und ein Level aufgebaut hat, der dann wirken kann.

Im günstigsten Fall bekommen Sie eine Dose eines guten Curcuma Präparats, das auch Curcumin und den Wirkkraftverstärker Piperin enthält für 20 Euro bei 90 Kapseln Inhalt. Leider reicht dies nach der Formel nur für 9 bis 13 Tage.

Schauen Sie also lieber, ob Sie loses Pulver bekommen, das in der Regel günstiger ist als die verkapselten Produkte, da der Aufwand der Herstellung und Verpackung der Kapseln wegfällt. Wichtig ist, dass Sie nicht das reine Gewürzpulver verwenden. Die Wirkung und Wirksamkeit ist durch den geringen Gehalt an Curcuminoiden sehr begrenzt. Auf jeden Fall muss Curcumin verwendet werden, am besten unterstützt durch Piperin, das die Wirkung bzw. Aufnahme von Curcuma und Curcumin im Blut um ein vielfaches erhöhen kann. Ideal ist die Kombination von Kurkuma und Kurkumin mit ein wenig Piperin wie beispielsweise in einer gebrauchsfertigen Mischung wie die Vitalpfoten Curcuma Curcumin Extrakt Mischung. Diese enthält annährend soviel Curcuma wie Curcumin so dass man die Dosierung (hier ist das Verhältnis von Curcuma zu Curcumin 1:1 statt 3:1 wie bei den Kapseln für Menschen) aufgrund des höheren Anteils des hochwirksamen Kurkumins entsprechend reduzieren kann.

Empfehlung Berechnung Dosierung:

Bei akuter Erkrankung mindestens 500 mg Curcuma-Curcumin-Extrakt-Mischung pro 20 kg / pro Tag
Bei 500 kg Gewicht landet man also bei 12,5 Gramm Curcuma-Curcumin-Extrakt-Mischung pro Tag.

Geben Sie die Curcuma Mischung als Vorsorge oder sind die akuten Beschwerden abgeklungen, können Sie die Dosis halbieren.

Wichtig ist, die o.g. Mengen möglichst auf 2-3 Mahlzeiten verteilt zu geben und immer mit etwas Öl oder Fett.

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Übrigens: Haben Sie kein Pferd sondern z.B. Schafe, Ziegen, Alpakas, Lamas, Rehe, Gämse oder andere Huftiere: Für diese gilt o.g. Dosierung auch. Und auch ihrem heimischen Trampeltier kann Curcuma helfen!

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