Hanföl

Fette sind neben Proteinen der zweitwichtigste Teil der Ernährung Ihres Haustieres. In der Wildnis sind fast die Hälfte der Kalorien, die Wildtiere fressen, aus Fett. Bei stumpfem Fell, Parasitenbefall und anderen Fellproblemen wird den meisten Tierbesitzern Öl empfohlen, sowohl für die äußerliche Anwendung als auch die Verabreichung einer Extra-Portion Öl zusätzlich zum Futter. Es gibt viele Beiträge und Diskussionen über Öle für Hunde: Die einen schwören auf Hanföl und CBD-Öl – insbesondere bei Erkrankungen oder Allergien, die anderen auf Fischöl oder pflanzliche Omega-3-Fettsäuren. Dabei gibt es häufig Verwechslungen, obwohl alle Öle erstaunliche gesundheitliche Vorteile für Menschen sowie Haustiere bieten können. Wir erklären Unterschiede und Herkünfte, worauf man beim Kauf achten muss und was wofür angewendet wird.

Was genau ist Hanföl und ist es nicht ein Rauschmittel?

Hanföl (genauer Hanfsamenöl) wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist als solches ein Lebensmittel oder eine Nahrungsergänzung. Hanföl-Produkte stammen aus der Hanfpflanze Cannabis sativa oder Industriehanf. Hanf enthält verschiedene Arten von Fettsäuren sowie Antioxidantien und Phospholipide. Gamma-Linolensäure (GLA) ist eine Omega-6-Fettsäure in Hanf, die besonders wertvoll ist. Nahrungs-Ergänzungen gibt es auch in anderen Formen wie Hanfsamen, Hanfmilch oder Hanfbutter. Der beste Weg, Hanf für Hunde zu verwenden, ist, Hanföl zu geben. Das Öl wird kalt gepresst, so dass nur minimale Verarbeitung erforderlich ist. Die Samen enthalten sehr wenig Cannabidiol (CBD), sind aber reich an sekundären Pflanzenstoffen, die auch viele gesundheitliche Vorteile haben. Die Pflanze entstand in China bereits 2800 vor Christus. Aus Hanffasern wurden in Asien Seile und Säcke gefertigt, zusätzlich lieferte die Pflanze schmerzlindernde Medikamente. Hanf Anbau wurde in Europa zwar erst im 16. Jahrhundert populär, aber wurde dann auch schnell als Arznei verwendet. Es ist also eine uralte Pflanze mit einer langen Tradition der medizinischen Verwendung. Hanföl ist ein echtes Superfood mit einer Reihe von Nährstoffen, die für die Gesundheit lebenswichtig sind. Hanf wird immer beliebter als Ergänzung für Menschen, auch Haus-Tiere können davon profitieren. Viele Barfer fügen der Ernährung ihres Hundes jetzt schon Hanföl hinzu. Und keine Angst: Hanföl und Cannabidiol-Öl enthalten keine Rauschgifte!

Bestandteile und Vorteile von Hanföl für Hunde und Katzen

Gamma-Linolensäure (GLA)

GLA ist ein wesentlicher Baustein für Prostaglandine im Körper. Prostaglandine sind hormonähnliche Substanzen, die Entzündungen bekämpfen und viele Körperfunktionen unterstützen. GLA-Mangel kann zu Allergien, Arthritis, vorzeitigem Altern, Dermatitis, Verdauungsstörungen, Diabetes und Krebs sowie zu Hautproblemen bzw. stumpfem Fell führen. Gamma-Linolensäure hilft außerdem dabei, den Fettverbrennungsmechanismus des Organismus einzuschalten und kann den Energielevel Ihrer Katze oder Ihres Hundes erhöhen. Auch kann es den Serotonin-Spiegel für die gute Laune des Haustiers erhöhen. Ihr Hund kann Gamma Linolensäure aus Linolsäure (einem Omega-6-Fett) synthetisieren, dafür muss Ihr Haustier aber genug der essentiellen Linolsäure oder alternativ Hanföl bekommen.

Anti-Krebs: Eine Studie aus dem Jahr 2006 berichtete, dass GLA-reiche Fütterung Entzündungen vermeiden und das Immunsystem stärken. GLA kann das Wachstum bestimmter Arten von Tumoren hemmen. Es stimuliert auch die Apoptose (Krebszelltod). Zusätzlich kann es wie Curcumin Nebenwirkungen von konventionellen Krebsmedikamenten reduzieren. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Gamma-Linolsäure können auch dazu beitragen, Krebs zu verhindern, indem chronische Entzündungen im Körper reduziert werden. Latente Entzündungen im Organismus schwächen Zellen und Gewebe und verringert die Immunabwehr.

Omega-3 und Omega-6

Omega-6 und Omega-3 Fette arbeiten zusammen, um Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Hanföl enthält ein ideales 1:3 Verhältnis von Omega-3 (Alpha-Linolensäure) zu Omega-6 (Linolsäure) Säuren. Ein gutes Gleichgewicht dieser Fette ist wichtig für die Gesundheit, weil sie zusammen im Körper arbeiten. Zu viel Omega-6 aktiviert die Hormone, die Entzündungen auslösen. Zu viel Omega-3-Öl kann zu einer Fehlfunktion des Immunsystems führen.

Entzündung ist nicht immer schlecht. Es ist ein wichtiger Teil der Heilung des Körpers bei Verletzungen oder Krankheiten. Omega-6 Fette erhöhen die Entzündung und helfen dem Körper sich zu erholen. Omega-3-Fettsäuren senken die Entzündung und kontrollieren chronische Entzündungen im Körper. Das Hinzufügen von Hanföl zur Ernährung Ihres Tieres kann helfen, diese Krankheiten wie Allergien, Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen, Herzkrankheiten, Diabetes, Leber- oder Nierenerkrankung sowie Krebs zu verhindern. Außerdem kommen Omega-3-Fette kommen auch den Augen, dem Gehirn, der Haut, den Knochen, den Gelenken und dem Immunsystem zugute.

Antioxidantien

Hanföl enthält Vitamin E und Vitamin A (Carotin). Dies sind Antioxidantien, die das Immunsystem durch Bekämpfung von Schäden durch freie Radikale unterstützen. Freie Radikale entstehen, wenn Ihr Hund Giftstoffe aus Impfstoffen, Drogen, Chemikalien, Pestiziden, verarbeiteten Lebensmitteln und Umweltverschmutzung absorbiert. Sie verursachen oxidativen Stress im Körper Ihres Hundes und schädigen Zellen, Proteine und DNA. Antioxidantien helfen, die freien Radikale unter Kontrolle zu halten und fördern eine bessere Gesundheit. Vitamin E kann Haut, Augen, Herz, kognitive Funktion und Immunsystem Ihres Hundes unterstützen. Vitamin A unterstützt auch die Immunität, die Augen und die Haut. Es kann helfen, Harnsteine zu verhindern und besitzt auch krebsbekämpfende Eigenschaften.

Phospholipide

Phospholipide sind Moleküle, die aus Fett und Phosphat zusammengesetzt sind. Sie bilden einen wichtigen Teil der äußeren Membran von Zellen in allen Organismen. Sie werden in der Zelle benötigt, um ihre innere Struktur und Umgebung zu erhalten, dieser Vorgang wird Homöostase genannt. Eine 2012 in Deutschland durchgeführte Studie über die Auswirkungen von Phospholipiden in der Nahrung hat folgende Vorteile gezeigt:

Verringerung der Magensäure, Hemmung des Tumorwachstums bei Krebs, Senkung der Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Verbesserung der kognitiven Störungen und der Gesundheit des Gehirns, Stärkung der Immunfunktion, Reparatur von Leberschäden.

Der Vorteil in der Verwendung von Hanföl liegt klar auf der Hand: Es gibt keine Nebenwirkungen von Hanföl für Hunde Katzen. Eine Überdosierung ist nicht möglich. In der Regel werden Hanföle kalt gepresst. Durch Erhitzen können wichtige wirksame Bestandteile zerstört werden und dadurch verloren gehen. Vermehrt werden neben Hanföl auch getrocknete und gemahlene Hanfsamen als Futterergänzung angeboten.

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