Kolloidales Silber

So sehr wir unsere Haustiere lieben und sie als gleichberechtigtes Familienmitglied behandeln, wir müssen zugeben, dass Haustiere eigentlich ein schmutziges Leben führen. Sie lieben es, herumzulaufen und mit anderen Tieren zu spielen und zu jagen. Irgendwann wird Ihr Hund oder Ihre Katze höchstwahrscheinlich mit einer Infektion – sei es einer Wunde oder einer Krankheit – konfrontiert. Das gesunde Tier sollte allein mit der Infektion zurechtkommen, falls das nicht der Fall ist, ist eine beliebte Option das in den letzten Jahren populär gewordene kolloidale Silber.
Bevor Sie also in Ihrer Hausapotheke zu einer Antibiotika-Salbe greifen oder Ihren Tierarzt um ein orales Antibiotikum bitten, das das Immunsystem schwächt und zu Antibiotikaresistenzen führen kann, sollten Sie diese leistungsstarke Silber-Alternative in Betracht ziehen.

Flüssiges Antibiotikum

Kolloidales Silber ist ein flüssiges Antibiotikum, ein antivirales (gegen Viren) und antimykotisches (gegen Pilze) Mittel, das zur Behandlung und Vorbeugung verschiedener Erkrankungen bei Mensch und Tier angepriesen wird. Kolloidales Silber bedeutet im Gegensatz zu dem Silber, das wir als Schmuck oder aus dem Besteckkasten kennen, dass submikroskopische Silberteilchen in einer flüssigen Basis schwimmen. Da die Silberpartikel sehr klein sind, können sie in Zellen eindringen und dort Krankheitserreger abtöten. Was viele nicht wissen: Silber und Gold haben eine starke antibakterielle Wirkung! Die Partikel aus Silber und Gold können auf molekularer Ebene alle Arten von Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzsporen, Viren und Parasiten zerstören. Das passiert dadurch, dass kolloidales Silber die Atmung des vorhandenen pathogenen Krankheitserregers blockiert und es dadurch innerhalb weniger Minuten tötet. Aber funktioniert das tatsächlich so und ist es effektiv für unsere Mitbewohner? Und, noch wichtiger, ist es sicher in der Anwendung und ohne Nebenwirkungen?

Geschichte

Die früheste Dokumentation von kolloidalem Silber war 400 v. Chr., als Hippokrates die Behandlung von Geschwüren mit „den Blüten von Silber allein, im feinsten Pulver“ erstmals aufzeichnete. Seit den späten 1800er Jahren bis 1938 wurden kolloidales Gold und kolloidales Silberspray regelmäßig verschrieben, um verschiedene Entzündungen, Infektionen und Krankheiten bei Menschen zu behandeln. Nachdem in den späten 1930er Jahren menschliche Antibiotika wie Penicillin erfunden wurden, ging der Einsatz und die Bekanntheit der kolloidalen Edelmetalle zurück. Aber was 400 vor Christus und vor 200 Jahren eingesetzt wurde, um Leiden zu heilen, muss ja nicht den heutigen modernen Standards entsprechen und nicht unbedingt als sicher gelten. Gerade kleine Teilchen, sogenannte „Nanopartikel“ sind in letzter Zeit in Verruf geraten. Es gibt noch nicht viele Studien zu kolloidalem Silber bei Hunden, Katzen oder Kleintieren wie Mäusen, Ratten, Meerschweinchen, Vögeln oder Fischen. Die vorsichtige und wohldosierte Anwendung von Silberpartikeln, die in Wasser gelöst vorliegen, gilt allerdings als sicher, wenn man nicht überdosiert, trotzdem wachsam bei der Beobachtung des Patienten bleibt und Wechselwirkungen in Betracht zieht.

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Wechselwirkungen und Sicherheit

Bestimmte Medikamente, die dauerhaft eingenommen werden, können durch den Einsatz von kolloidalem Silber in ihrer Wirkung vermindert werden. Dazu gehören Antibiotika und z.B. Schilddrüsenmedikamente. Kolloidales Silber kann die Haut dauerhaft blau-grau verfärben. Dies passiert durch die Ansammlung von Silber unter der Haut, besonders bei Sonneneinstrahlung unter der Behandlung. Das ist natürlich nur ein optischer Makel. Wenn man die Silber-Lösung als alternatives Heilmittel einsetzt, sollte man trotzdem wachsam in der Beobachtung des Tieres sein. Nicht jeder Organismus reagiert gleich und ein Stillstand der Gesundung oder Heilung sowie eine Verschlechterung des Zustandes, der darauf zurückzuführen ist, dass die Behandlung nicht anschlägt, sollte sofort dem Tierarzt vorgestellt werden. Es könnte ja auch noch andere Ursachen geben, die man nicht beurteilen oder sehen kann. Es gibt viele Vorteile, aber es könnte auch noch unbekannte Risiken geben. Der allgemeine Konsens besteht darin, dass es viel sicherer ist, kolloidales Silber äußerlich anzuwenden als oral zu verabreichen. Wenn die orale Anwendung gewählt wird, empfehlen Tierärzte und Forscher, die Dosierung sorgfältig zu überwachen und zu vermeiden, zu viel KS zu verwenden. Die Silber-Verdünnung gilt als homöopathische Dosierung und in der Homöopathie gelten die Leitsätze: „Weniger ist mehr“ bzw. „Viel hilft nicht viel“.
Bei oraler Einnahme muss der Tierbesitzer darauf achten, dass das Tier genug trinkt. Da die Silberlösung an vielen Stellen wirksam werden kann, wird unter Umständen eine Entgiftung ausgelöst, die aus dem Organismus heraus gespült werden muss. Trägheit wäre z.B. ein Hinweis auf eine Entgiftungsreaktion seitens des Tieres.

Wobei kann kolloidales Silber Tieren helfen?

Infektionen: Das in Wasser gelöste Silber kann für jede Krankheit eingesetzt werden – sei es bakteriell, pilzartig oder viral (auch zur Behandlung von Parvoviren und Parvovirose). Es kann als Präventivmittel verwendet werden, wenn eine Exposition gegenüber kranken Menschen oder Tieren unvermeidbar ist. Auch als gewöhnlicher Haushaltsreiniger zur Desinfektion von Oberflächen und Bereichen wie Hundekörben, Schlafhöhlen etc. findet es leicht Verwendung, z.B. als Spray.

Entzündungen: Kolloidales Silber wirkt desinfizierend und entzündungshemmend. Bereits bestehende Entzündungen können mit Hilfe von kolloidalem Silber und anderen entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden.

Haut: Kolloidales Silber kann topisch – also äußerlich – für Hautinfektionen wie Ringelflechte, Insektenstiche, juckende Stellen, offene Wunden, Operations- Nachsorge und Verbrennungen verwendet werden. Es wirkt beruhigend und repariert Gewebeschäden. Außerdem hat es ein hohes desinfizierendes Potential und ist ein wahres Wundermittel bei offenen und eitrigen Stellen. Immer wieder hören wir Berichte von Tierbesitzern, deren Tiere offene Wunden hatten und denen nichts geholfen hat als schließlich die in Wasser gelösten Silberpartikel.

Ohren: Viele Tiere – häufig Hunde oder Katzen – leiden an Ohrinfektionen, hier kann die regelmäßige Pflege mit kolloidalem Silber auch schon vorbeugend eine Erleichterung bieten. Die Flüssigkeit kann direkt auf und in die Ohren gesprüht werden, wenn Ihr Tier dies zulässt, um Bakterien und (Hefe) – Pilze zu bekämpfen. Andernfalls tragen Sie das Silber über einen mit dem kolloidalen Silberspray getränkten Wattebausch auf.

Augen: Kolloidales Silber kann auch bei Augenprobleme wie Infektionen, Allergien, Entzündungen und Tränenflecken helfen. Da es nicht brennt, kann es vorsichtig direkt am Auge durch tropfen angewendet werden.

Lunge: Wenn colloidales Silber mit Hilfe eines Diffusers oder Luftbefeuchters in Nebel verwandelt wird, kann die Anwesenheit von Silberpartikeln in der Lösung durch das Einatmen Atemwegsprobleme wie Asthma, Bronchitis und Lungenentzündung behandeln. Auch die Behandlung von allergischen Reaktionen, die im Zusammenhang mit der Lunge auftreten, ist einen Versuch wert. Ebenfalls benutzen Katzenbesitzer gern beim Katzenschnupfen Spray mit kolloidalem Silber, indem sie es mehrmals am Tag der Katze vorsichtig in den Rachen sprühen.

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Wie kolloidales Silber bei Tieren angewendet wird

Das Silber ist nicht nur vielseitig für Beschwerden und Krankheiten einsetzbar, es ist auch auf vielen Wegen einsetzbar:

Oral: Die allgemeine Richtlinie für die orale Dosierung von kolloidalem Silber ist 5 bis 10 Tropfen, 2 oder 3 Mal pro Tag je nach Größe des Tieres. Da es im Grunde wie Wasser schmeckt, sollte die Annahme durch das Tier und orale Einnahme kein Problem sein.

Oral als Spray: Möchten Sie es lieber kontrolliert anwenden und nicht tropfen oder in das Trinkwasser geben, können Sie es dem Tier auf oder unter die Zunge sprühen.

Topisch / äußerlich: Reinigen Sie den betroffenen Bereich als Wundreiniger mit einem Wattestäbchen. Bei Hautproblemen sprühen Sie die Silberlösung direkt auf die Stelle oder verwenden Sie mehrmals täglich eine mit kolloidalem Silber getränkte Kompresse.

Ohren behandeln: Tragen Sie in akuten Fällen einige Tropfen täglich bis zu 10 Tage in das betroffene Ohr oder in die Ohren auf. Auch die regelmäßige Reinigung mit Spray wie oben beschrieben ist sinnvoll.

Augen behandeln: Tropfen Sie 3 x täglich 1 Tropfen in das oder die betroffenen Augen. Rundherum kann zusätzlich auch gesprüht werden, wenn das Tier die Augen geschlossen hat.

Inhalation: Verwenden Sie den Vernebler mit kolloidalem Silber mindestens 3 x täglich für jeweils mindestens 15 Minuten.

Dosierung

Kolloidales Silber sind ja im Prinzip in destilliertem Wasser gelöste Silberteilchen. Je nachdem, wie viele Silberteilchen sich in der Flüssigkeit befinden, wird von einer unterschiedlichen Dosierung, Konzentration oder Verdünnung gesprochen. Diese wird angegeben in ppm = Parts per milion. Diese Konzentrationen gibt es ab 3-5 ppm bis 100 ppm, dabei ist die beliebteste und gebräuchlichste Verdünnung 25 ppm. Niedrige Konzentrationen werden eher oral eingenommen, die höhere Konzentration wird äußerlich angewendet. Bei Tieren wählt man Dosierungen von 25 ppm. Legen Sie dabei Wert auf wirksame, hochwertige Silberlösungen, die durch Elektrolyse gewonnen werden. Bei billigen Anbietern sind häufig die Silberteile zu groß, da sie miteinander verkleben und verklumpen. Diese Lösungen sind häufig verfärbt und flocken aus.

Kolloidales Silber und andere natürliche Antibiotika

Kolloidales Silber, Oreganoöl, Manukahonig, Curcuma, Apfelessig und Knoblauch sind Beispiele für natürliche Antibiotika für Mensch und Tier. Einer der größten Vorteile dieser natürlichen Antibiotika ist eine Stärkung des Immunsystems. Synthetisch hergestellte Antibiotika können das Immunsystem Ihres Tieres schädigen, da Antibiotika nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden. Sie zerstören einfach alle Bakterien, während natürliche Antibiotika differenziert unterscheiden. Diese natürlichen pflanzlichen Sekundärstoffe mit antibiotischer Wirkung können auch verwendet werden, um verschiedene Infektionen wie Lyme – Borreliose und Infektionen der Harnwege zu bekämpfen.

Manuka-Honig kommt aus Australien und Neuseeland, aus dem Nektar des Manuka-Baumes. Es kann topisch als natürliches Antibiotikum für Hunde verwendet werden und behandelt viele verschiedene Infektionen. Manuka-Honig kann sogar gegen Antibiotika-resistente Superbakterien wie MRSA eingesetzt werden. Generell enthält jeglicher Honig Wasserstoffperoxid, ein Antiseptikum das aber leicht zerstört werden kann. Ein neuseeländischer Biochemiker entdeckte jedoch, dass beim Entfernen von Wasserstoffperoxid aus Manuka-Honig andere starke antibakterielle Faktoren zurückbleiben.

Oreganoöl hat antivirale, antibakterielle, antiparasitäre und antimykotische Eigenschaften, was es zu einem ausgezeichneten natürlichen Antibiotikum für Tiere macht. Es kann topisch, oral oder diffundiert zum Inhalieren angewendet werden – aber es sollte niemals unverdünnt angewendet werden. Das beste Verhältnis für die Dosierung wäre ein Tropfen Oregano-Öl in einen Teelöffel Kokosöl oder Rapsöl gemischt. Da Oreganö-Öl ein starkes ätherisches Öl ist, sollte es bei Katzen lieber nicht und bei anderen Kleintieren noch viel stärker verdünnt angewendet werden. Mehr zu Curcuma und Curcumin als Antibiotikum

Unsere Empfehlung zu kolloidalem Silber inkl. Sprayflasche:

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