Vorstellung Heilpilze / Vitalpilze

Heilpilze für Mensch und Tier

Pflanzen, Tiere und Menschen haben eins gemeinsam: Sie benötigen Schutz vor Viren, Bakterien, Schimmelpilzen und Parasiten. Sogenannte pflanzliche Superfoods wie Heilpilze können diesen Schutz bieten, weil sie von der Natur mit dem natürlichen Schutz ausgestattet worden sind. So sind z.B. Obstsorten mit Vitamin C ausgestattet, dieses ist bekannterweise nicht nur gesund für Mensch und Tier, sondern ist in der Pflanze enthalten, um sie zu schützen. Vitamin C ist ein starkes Antioxidanz, das freie Radikale (Abfallprodukte im Organismus) fängt. Es wurde den Pflanzen zum Schutz gegen Viren, Bakterien, Schimmelpilze und Parasiten von der Natur mitgegeben.

Übertragen wir dieses Prinzip des Vitamin C auf Pilze, sogenannte Heilpilze, stellen wir fest, dass diese auch Substanzen enthalten, die Organismen vor diesen Dingen – sogar noch besser als Vitamine – schützen können. Nimmt ein Organismus dieses Superfood, zum Beispiel Heilpilze, zu sich, übernimmt er die Schutzmechanismen von den pflanzlichen Stoffen und wird so selbst geschützt. Er kann sich also besser gegen alle Arten von Belastungen verteidigen und schützen. Wenn Sie sich jemals Gedanken über die Vorteile von Pilzen für Menschen oder Tiere gemacht haben oder jetzt machen wollen, werden Sie weiter lesen wollen….

Pilze als Superfood

Medizinische Pilze können Sie und Ihr Haustier mit Nährstoffen versorgen, die denen der meisten Pflanzen überlegen sind, was sie zu wahrem Superfood macht. Diese ausgewählten Pilze haben eine höhere Konzentration an schützenden Antioxidantien und Wirkstoffen als die meisten Pflanzen. Antioxidantien geben Schutz und fördern den Reparations- und Heilungsprozess. Da Pilze genetisch gesehen näher an Tieren sind als andere Pflanzen, verspricht die Behandlung mit Pilzen einen besonderen Erfolg. Die Zellwände der Pilze enthalten Chitin, ebenso wie Insekten chintinhaltig sind. Chitine sind weiße, hornige Substanzen, die im äußeren Skelett von Insekten und Krebstieren und in den inneren Strukturen von anderen wirbellosen Tieren gefunden wird. Chitin ist auch der Stoff, der den Pilzen ihre fleischige Textur verleiht. Pilznährstoffe werden durch die Chitinwand geschützt, so dass ihre Nährstoffe erst bei Verarbeitung und Erwärmung freigesetzt werden.

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Genau wie Tiere absorbieren Pilze Nährstoffe aus Pflanzen- oder Tiermaterial um sich herum. Der Aminosäuregehalt von Pilzen (lat. Fungi) ist vergleichbar mit dem von tierischen Proteinen und sie enthalten alle Klassen von Lipiden. Pilze gehört zu der nicht-tierischen Nahrung, die relativ viel Vitamin D enthält. Ebenso enthalten sie auch beträchtliche Mengen an Vitamin B, C und E. Die in den Pilzen enthaltenen Aminosäuren sind essentielle Aminosäuren, d.h. sie sind unentbehrliche Aminosäuren, die über die Nahrung zugeführt werden müssen. Auch Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen sind in vielen Pilzsorten enthalten. Vitalpilzprodukte können Menschen, Hunde, Katzen und andere Haustiere mit Nährstoffen versorgen, die denen der meisten Pflanzen überlegen sind, was sie zu wahren Superfoods macht. Aus diesem Grund arbeiten viele traditionellen Heilmethoden mit Heilpilzen. Diese medizinsch bedeutsamen Pilze haben Inhaltsstoffe, die immunregulierende Eigenschaften haben. Wichtig ist, dass Pilze richtig zubereitet werden, sie müssen gekocht werden und idealerweise zum haltbar machen getrocknet werden.

Was bedeutet Immunmodulation?

Immunmodulation ist die Behandlung oder Einflussnahme auf das Immunsystem mit Hilfe von wirksamen – immunmodulierenden – Stoffen. Studien zeigen, dass Bestandteile in Pilzen natürliche Killerzellen, T-Zellen und Makrophagen effektiver machen können. Diese patrouillieren im Körper auf der Suche nach Viren, Bakterien und Krebszellen. Pilze können das Niveau anderer normaler physiologischer Schutz-Mechanismen erhöhen. Dadurch werden diese anderen Schutz-Mechanismen effektiver und stärken die Immunfunktion. Zu diesen natürlichen Körperverbindungen gehören C3C-Komplement, Interleukin und Interferon. Sie alle gehören zu der natürlichen Immunabwehr Ihres Hundes gegen Viren.

Die nützlichen Verbindungen in Heilpilzen enthalten:

Den Inhaltsstoff Glucan kennen wir aus abwehrstärkenden Medikamenten, diese Glucane in Arzneien stammen in der Regel aus Pilzen. Die Immunmodulierung mit Hilfe von Heilpilzen kann zur Zerstörung und Beseitigung von Viren, Bakterien, Schadpilzen (wie z.B. Schimmelpilzen), Parasiten und Krebszellen beitragen. Sie können auch helfen, einen Reset-Knopf bei Allergien und Autoimmunkrankheiten zu drücken.

Kultureller Gebrauch von Pilzen

Jetzt darf man nicht vom normalen Angebot in den Supermarkt-Regalen oder Biomarkt-Gemüseabteilungen darauf schließen, dass man sich einfach ein paar Champignons, Pfifferlinge und Morcheln mitnimmt und bestens mit Heilpilzen ausgestattet ist. Selbstverständlich sind Pilze generell gesund, aber eine herausragende Wirkung haben vor allem die chinesischen Großpilz-Sorten wie Reishii, Shiitake, oder der nicht ganz so bekannte Cordyceps. Die Verwendung von diesen Heilpilzen für medizinische Zwecke ist keine neue Idee. Uralte Kulturen vor allem in Asien und Südamerika haben seit Jahrtausenden Pilze gesammelt, kultiviert und geerntet, um ihr Wohlbefinden zu fördern und Krankheiten zu behandeln.

Inzwischen hat die moderne Wissenschaft längst auch die Wirksamkeit von Pilzen erkannt, Penicillin z.B. wurde aus Schimmelpilzen gewonnen. Viele aktuelle Arzneimittel sind Derivate von Heilpilzen, leiten sich also von ihnen ab. Das Pilz- und Pflanzenreich hat mit den wirksamen Pilzsorten einen Weg erschaffen, um für andere lebende Organismen Effekte zu bieten. Als Faustregel kann man sagen: Pilz-Mischungen bringen innerlich ausgleichende Effekte, isolierte Bestandteile von Pilzen führen zu extremen Effekten.

Medizinische Heilpilze

Obwohl es Tausende von Heilpilzarten gibt, werden nur etwa 25 regelmäßig für den Verzehr durch Mensch und Tier verwendet. Die meisten sind Haubenpilze und Kiemenpilze des Stammes Basidiomycota.

Einige der beliebtesten und nützlichsten Pilze sind:

  • Lentinula edodes (Shiitaki)
  • Grifola frondosa (Maitaki)
  • Ganoderma lucidum (Reishi bzw. Glänzender Lackporling)
  • Coriolus versicolor (Truthahnschwanz)
  • Cordyceps subsessilis (Cordyceps)

Die wichtigsten Eigenschaften dieser Heilpflanzen sind:

Shitake: Reduziert Entzündungen und erhöht die Fähigkeit Vitamin D zu produzieren und wirksam im Körper einzusetzen. Wer Shiitake bzw. Ling-Zhi regelmäßig in seine Ernährung integriert, erhöht die Produktion von krebsbekämpfendem Alpha-Interferon. Auch eine lebensverlängernde und verjüngende Wirkung wird dem Shitake-Pilz nachgesagt.

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Maitake: ist ein wirksamer Pilz zur Hemmung des Tumorwachstums. Die orale Einnahme ist sehr wirksam bei Krebserkrankung.

Reishii: ist einer der besten Immuntoxine der Welt. Immuntoxine sind Arzneistoffe, die zur Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Selbst gelegentliche Anwendung kräftigt die Abwehr und reduziert das Risiko von Krebs. In klinischen Studien erhöhte die Verwendung von Reishii die Produktion von T-Zellen und Alpha-Interferon, schrumpfte und beseitigte Tumore und verbesserte die Lebensqualität von Patienten im Endstadium. Reishii und Shiitake verstärken die Effekte und die Wirkung des anderen gegenseitig.

Coriolus: wird verwendet, um die Gesundheit des Immunsystems zu erhalten, zu schützen oder wiederherzustellen. In Japan als Krestin oder PSK und in China als PSP oder Yun Zhi bekannt, ist der Heißwasserextrakt dieses Heilpilzes die weltweit am gründlichsten erforschte Nahrungsergänzung für die Gesundheit des Immunsystems. Es wurden mehr als 400 Tierstudien und mehr als ein Dutzend placebokontrollierte klinische Doppelblind-Studien durchgeführt, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

Cordyceps: wird verwendet, um den Cholesterin-Spiegel zu senken und Leber und Niere zu schützen. Ebenso zeigt dieser Vitalpilz Wirksamkeit in der Krebsbehandlung und Tumorbehandlung. Ein weiterer Anwendungsbereich ist Asthma, wobei sich die sehr guten antioxidativen Fähigkeiten von Cordyceps bemerkbar machen.

Vitalpilze in der Krebs-Behandlung:

Heilpilze können krebsartige Zellveränderungen verhindern und rückgängig machen. Diese Mechanismen, die den Heilpilzen die Fähigkeiten verleihen, Einfluss auf die veränderten Zellen zu nehmen, sind noch nicht erforscht. Fest steht aber, dass medizinische Pilze eine gute Option zur Krebsbehandlung bei Mensch und Tier sind. Pilze spüren die Spurenelemente auf, die Organismen brauchen, um ein starkes und gesundes Immunsystem aufzubauen. Sie führen die Spurenelemente zusammen und bringen sie an die richtige Stelle, wo sie ihre Wirkung entfalten können. Es kann auch an ihrem Reichtum an Polysaccariden – komplexe Zuckerarten – liegen, die rundherum gesundheitsfördernd wirken. Oder weil Pilze ausgezeichnete Quellen für Protein und B-Vitamine sind, die aber wenig Kalorien und kein Natrium enthalten. Hauptsächlich verantwortlich für die Wirkung gegen Krebs werden aber die krebsbekämpfenden, anti-tumoralen und antibakteriellen Verbindungen gemacht. Sie sitzen in den Stielen, Kappen und Kiemen der Heilpilze und können in den unterirdischen Strukturen (Myzelien) jedes essbaren Pilzes gefunden werden. Jedenfalls weisen Studien, die die Wirksamkeit von Extrakten des Reishi-Heil-Pilzes untersuchen, die Bekämpfung von Tumorzellen nach. Der Reishi-Vitalpilz enthält beta-D-Glucan, das bei der Stimulierung von T-Zellen zur Freisetzung von Zytokinen eine wichtige Rolle spielt. Durch die freigesetzten Zytokine werden Tumore und Metastasen bekämpft. Lentinan ist ein Immunmodulator aus Lentinula edodes, der den Tumornekrosefaktor und die Produktion von natürlichen Krebs-Killerzellen anstößt. Vom Cordyceps millitaris Heilpilz (Puppen-Kernkeule) wurde nachgewiesen, dass sein Cordyceps-Extrakt die Tumor- und Metastasengröße reduzieren kann und die Überlebenszeit bei Mäusen mit Lymphom verlängert.

Präbiotische Eigenschaften von (Heil-)pilzen

Präbiotika sind nicht zu verwechseln mit Probiotika. Probiotoka sind die bekannten Bakterien wie Lactobacillus Acidophilus, Präbiotika sind Nährstoffe für diese Bakterien. Ohne Nährstoffe können die – richtigen und guten – Bakterien nicht überleben. Mit falschen Nährstoffen und Ernährung vermehren sich die – falschen und schlechten – Bakterien. Die Folge sind Erkrankungen, die sich zuerst im Verdauungstrakt bemerkbar machen wie Durchfall oder Verstopfung.

Im Gastrointestinaltrakt jedes Säugetiers gibt es ein eigenes Ökosystem, das modern genannte Mikrobiom, früher das sogenannte Darmmilieu. Dieses System muss – sinnvoll – gefüttert werden. Pilze mit hohem Ballaststoff-Anteil sind perfekt für diese Aufgabe, denn Pilz-Terpenoide wirken antimikrobiell gegen die schlechten – pathogenen – Bakterien. Heilpilze bieten den guten Bakterien optimale Nährstoffe, wovon der ganze Organismus profitiert, da heilsame Bakterien zur Gesundheit beitragen, in dem sie im Körper Vitamine produzieren und das Immunsystem unterstützen.

Eine Studie des Institute of Food Technologists aus dem Jahr 2013 ergab, dass die Polysaccharide aus dem Stamm von Lentinula edodes und anderen Pilzen die Überlebensrate der probiotischen Bakterien Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei und Bifidobacterium longum während der Kühlung verbessern. Die Pilzbestandteile hatten sogar eine schützende Wirkung auf diese Probiotika unter simulierten Bedingungen, wie sie in Magen und Galle vorliegen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Pilze eine wichtige neue alternative Quelle für präbiotische Präparate und Ernährung sein können. Darüber hinaus sind sie in der Regel günstiger als die entsprechenden Medikamente und haben keine Nebenwirkungen.

Antioxidative Wirkung der Heilpilze

Wirksam Wirksamkeit Wirkung Heilpilze VitalpilzeWeitere ernährungsphysiologische Vorteile von Vital-Pilzen umfassen ihre Wirksamkeit als Antioxidantien für das Einfangen von freien Radikalen. Freie Radikale entstehen als Folge des Zellstoffwechsels und können als Stoffwechsel-Abfallprodukte bezeichnet werden. Zu viele freie Radikale führen zu vorzeitiger Alterung, Ablagerungen in Organen und Gelenken und Erkrankungen wie Entzündungen bis hin zu Krebs.

Da synthetische Antioxidantien im Verdacht stehen, krebserregend zu sein, suchen Forscher nach natürlichen Antioxidantien. Besonders viele Antioxide finden sich in Heilpilzen, Extrakte aus Vitalpilzen spenden durch die chemische Reduktion Wasserstoffatome. Damit durchbrechen die Vitalpilzextrakte freie Radikalketten. Sie können die Ketten, die die freien Radikale bilden, auslösen und sie binden. Die an die antioxidativen Substanzen gebundenen Radikale werden dadurch unschädlich gemacht und aus dem Körper ausgeschieden oder abtransportiert.

Ausflug zu einem besondern Vitalpilz: Cordyceps

Aus dem Stamm Ascomycota ist der Cordyceps der Raupenpilz, der eine besondere Beachtung verdient. Dieser Pilz streift seinen Fruchtkörper an einer Raupenlarve entlang. Danach wächst er aus einer toten, vergrabenen Schmetterlingspuppe empor. Die Pilze werden zusammen mit den Larven geerntet und verkauft. Die Erhaltung dieser symbiotischen Beziehung zwischen Pilz und Larve kann für die Wirksamkeit des Produkts entscheidend sein. Man muss also darauf achten, dass man nicht nur den Heilpilz selbst sondern auch die Substanz aus der Puppen-Larve zu sich nimmt. Schneidet man den Stiel zu großzügig ab, profitiert man nicht von der ganzen Wirksamkeit des Cordyceps. Der Cordyceps gehört zu den Schlauchpilzen und enthält wichtige Bestandteile wie entzündungshemmende Polysaccharide, Vitamine B, E und K, Aminosäuren und Fettsäuren. Der Inhaltsstoff Cordycepin ist dafür zuständig, Bakterien abzutöten. Außerdem kann der vielseitig (sogar im Doping) eingesetzte Pilz des Jahres 2007 helfen, Cholesterin zu senken, die Leber und die Nieren zu schützen, kann gegen Krebs helfen, ist ein gutes Antioxidans, wird zur Asthma-Therapie und Blutzucker-Regulierung eingesetzt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin – TCM – ist der Heilpilz Cordyceps ein Nierenstärkungsmittel. Studien haben positive Wirkungen gegen Nephrotoxine gezeigt, die die Nieren schädigen können. Cordyceps erhöht auch die Corticosteroid-Produktion und schützt die Nieren in Studien, in denen es mit Cyclosporin verwendet wurde, um Gewebeabstoßung zu verhindern.

Zubereitungsempfehlung / Kauftipp:

Bitte vergewissern Sie sich, dass die Heilpilze, die Sie selbst nehmen oder Ihrem Haustier geben, gekocht sind. Sie sollten nicht roh gegessen und verfüttert werden. Wissenschaftler der University of Nebraska Medical School fanden heraus, dass Mäuse, die unbegrenzt viele rohe (Heil-)Pilze aßen (Agaricus bisporus), im Laufe ihres Lebens signifikant mehr bösartige Tumore entwickelten als eine Kontrollgruppe. Am besten wählen Sie ein fertiges Präparat aus Heilpilzextrakten oder Bio-Vitalpilz-Extrakten, das bereits gekocht, konzentriert und getrocknet ist. So kann man einfach dosieren und es ist lange haltbar.

Für weitergehende Literatur zur Mykotherapie empfehlen wir das Buch: Mykotherapie für Tiere: Vitalpilze: Heilkraft, Wirkung und Anwendung