Natürliche Wurmkuren

Die Diskussion um die Wurmkur und Notwendigkeit der Entwurmung geht hin und her: Auf der einen Seite finden sich die Befürworter der regelmäßigen chemischen Wurmkur im 3-Monats-Rhythmus. Auf der anderen Seite, die die gänzlich gegen Entwurmung sind oder nur nach Kotuntersuchung. Das ist ähnlich wie die Diskussion über notwendige Impfungen und den Auffrischungs-Rhythmus. Wir kennen die Wahrheit nicht, was genau richtig für welches Tier ist, wie gefährlich Wurmmittel wirklich sind, aber denken, dass sich – wie häufig – unter allen Extremen ein vernünftiger Mittelweg finden lässt. Dieser heißt für uns: Natürliche Entwurmung mit pflanzlichen Mitteln. Vielleicht können sich Tierbesitzer auf die weitgehend nebenwirkungsfreie Alternative der regelmäßigen Entwurmung mit sogenannten Wurmtreibern einlassen.

Warum Entwurmung mit natürlichen Mitteln?

Diese Methode bietet einigermaßen Sicherheit für Tier und Mensch, da durch die Gabe der pflanzlichen Mittel nicht nur der Parasit entfernt wird sondern ggf. auch schon abgelegte Eier, die durch herkömmliche chemische Mittel nicht beseitigt werden können. Gleichzeitig erledigt sich die Diskussion über den Zeitpunkt der Entwurmung, es wird durch die Regelmäßigkeit alles erwischt, was schaden könnte, egal welche Parasiten welche Präpatenzzeit haben. Dabei schaden in der Regel diese pflanzlichen Mittel nicht, chemischen Mitteln – wie Benzimidazolen, Pyrantel, Ivermectin, Moxidectin oder Praziquantel – wird nachgesagt, dass sie die Darmflora und die Darmschleimhaut schädigen können. Immerhin handelt es sich bei den aufgezählten Substanzen um Gifte, die Würmer töten sollen und in der Regel sind Gifte, die Leben vernichten können, immer auch zusätzlich schädlich, auch wenn das Haustier durch die geringe Dosierung nicht stirbt. Schaden, den man aber gar nicht unbedingt mit der Entwurmung verbindet, kann aber trotzdem angerichtet werden. Zumindest ist eine Belastung der Leber mit Sicherheit gegeben, eine zu starke Schwächung der Leber kann wiederum zu generell schlechter Entgiftung führen und Hund, Pferd oder Katze schwächen und für andere Krankheiten anfälliger machen.

Darüber hinaus haben natürlichen Heilkräuter nicht nur wurmtreibende Effekte sondern parallel auch andere gesundheitliche Vorteile. Die meisten, Kräuter, Beeren und Gewürze, die gegen Wurmbefall, Würmer und Wurmeier helfen, haben auch antioxidative, entzündungshemmende oder kräftigende Wirkung. Omnivoren wie Hunde und Katzen fressen auch einen kleinen Anteil an Pflanzen und können von der Wirkung von Wirkstoffen in Kräutern profitieren. Bei Katzen ist etwas mehr Überzeugungskraft gefragt, denn diese meiden stark duftende Pflanzen und ätherische Öle, die aber in der Regel Bestandteil dieser Kräuter sind. Es wird vielleicht nicht ganz leicht sein, aber es ist mit Tricks durchaus möglich, auch Katzen natürlich zu entwurmen.

Welche Mittel helfen gegen Parasiten?

Geeignete Kräuter, Mineralien und Pflanzen zur permanenten sanften Entwurmung oder auch bei akutem Wurmbefall sind:

  • Beifuß
  • Hagebutte
  • MSM
  • Kokosöl
  • Walnussblätter
  • Kamille
  • Meerrettich
  • Pfefferminze
  • Curcuma
  • Brennessel
  • Thymian
  • Knoblauch (nicht für Katzen)
  • Kürbiskerne

Entwurmung Beifuss Pfefferminz gegen Würmer Wurmkur natürlich Thymian Beifuss

Weitere Vorteile der natürlichen pflanzlichen wurmtreibenden Mittel

Behalten Sie immer im Blick, dass ein starker Darm mit einer ausbalancierten Darmflora normalerweise in der Lage ist, einen Wurmbefall abzuwehren. Selbst wenn das Tier Wurmeier frisst, sollte die Magensäure und der Darm in der Lage sein, diese Wurmeier auszuscheiden und ein Schlüpfen der Parasiten verhindern. Nur ein bereits geschwächter Verdauungstrakt und ein schwaches Immunsystem wird von Würmern und Parasiten befallen, gesunde, kräftige Tiere kommen allein mit den Parasiten zurecht. Denken Sie also bei jeder Erkrankung, Medikamentengabe – insbesondere Antibiotika, die in der Regel wertvolle Darmbakterien zerstören – oder anderer Schwächung daran, das Immunsystem und die Abwehrkräfte durch natürliche Substanzen wieder zu stärken. Füttern Sie verstärkt Kräuter, Probiotika, Beeren, sekundäre Pflanzenstoffe, Bitterstoffe und o.g. Wirkstoffe, ggf. auch als Präparat, damit nicht nur einzelne Substanzen gefressen werden, sondern die Wirkstoffe im Verdauungstrakt ankommen. Es muss nicht alles auf einmal sein, der tägliche Wechsel zwischen den Mitteln ist auch wirksam!